Protest „Stoppt den Straßentod” #2

3265 Menschen wurden letztes Jahr auf Deutschlands Straßen getötet

Dreitausendzweihundertfünfundsechzig.

Das sind neun getötete Menschen pro Tag.

Wer ist dafür verantwortlich? Die Bundespolitik! Seit Jahrzehnten sind Maßnahmen bekannt, die die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr wirksam senken könnten. Zum Beispiel: Tempolimits auf Autobahnen und Landstraßen, Tempo 30 innerorts, sichere Rad- und Fußwege und Lkws, die mit Abbiege-Asssitenten ausgestattet sind. Geschehen ist: Nichts – außer Versagen beim Erreichen der eigenen, wenig ambitionierten Ziele! Man könnte es auch „aktiven Unwillen“ nennen.

3265 mal hat die Politik weggeschaut. Wir akzeptieren nicht, dass Lkw kleine Kinder überrollen, dass Rentner*innen auf Zebrastreifen getötet und ganze Familien auf Landstraßen ausgelöscht werden! Wir nehmen nicht hin, dass gerade Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sich nicht ohne Angst vor Zusammenstößen in der Stadt bewegen können! Wir sind wütend und wir tragen daher das „Sterben“ dorthin, wo diejenigen, die ganz persönlich die Verantwortung für das Nichtstun tragen, es nicht übersehen können: vor das Bundesverkehrsministerium.

Wir fordern anlässlich des Verkehrssicherheitstages, dass „Vision Zero“ nicht leeres Gerede bleibt, sondern sofort tägliches Handeln der Politiker*innen wird. Um Verkehrsminister Andreas Scheuer und seine Mitarbeiter*innen im Ministerium an ihre Verantwortung zu erinnern, werden wir zudem ein Mahnmal für die im Verkehr getöteten Menschen aufstellen.

Kommt und werdet Teil unseres Protests!

WANN? 14. Juni 2019, 16:00 - 17:30

WO? Treffpunkt ist am Berliner Nordbahnhof

WAS? Vom Nordbahnhof aus gehen wir in einem Schweigemarsch bis vor das Bundesverkehrsministerium. Bringt gern eure Plakate und Banner mit! Beim BMVI angekommen „sterben“ wir symbolisch, legen uns auf den Boden und zeichnen unsere Körperumrisse mit Kreide nach. Im Anschluss weihen wir gemeinsam das Mahnmal für Verkehrstote ein. Dazu könnt ihr gern Kerzen, Luftballons oder persönliche Gegenstände zur Erinnerung an die im Verkehr getöteten Menschen mitbringen.

VERANSTALTER: Changing Cities e.V., Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Personenbündnis Mahnmal für die Verkehrstoten

HINWEISE:
Kinder sind sehr willkommen und dürfen (natürlich) toben und malen. Da das Thema sehr emotional sein kann, bitten wir Eltern, ihre Kinder darauf vorzubereiten.
Fahrräder können mitgeschoben werden. Wir bitten euch aber, diese zum Die-In an den Rand zu stellen.

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